
Jacques-Martin Hotteterre (1674-1763)
2ème Suite de Pièces à deux dessus, op. 6
- Duo
- Allemande
- Sarabande
- Gigue
- Contrefaiseurs
Emina Tabakovic, Blockflöte
Alvin Scheiwiler, Barockvioline
Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Thema und 3 Variationen über «Là ci darem la mano»
Miya Zographos, Violine
Jann Zographos, Viola
Carlo Zographos, Violoncello
Joseph-François Garnier
Duo concertant Nr. 4 in C-Dur
- Allegro
- Rondo-Allegretto spirituoso
Emina Tabakovic, Barockoboe
Alvin Scheiwiler, Barockvioline
Kurzvorstellung Kinderhospiz «Flamingo»
Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Prélude aus Cello-Suite Nr. 1
Jann Zographos, Viola
Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Sarabande und Courante aus Cello-Suite Nr. 1
Carlo Zographos, Violoncello
Béla Bartok (1881-1945)
44 Duos für 2 Violinen (Sz 98)
- Nr. 35 Ruthenische Kolomejka
- Nr. 42 Arabischer Gesang
Emina Tabakovic, Blockflöte
Alvin Scheiwiler, Barockvioline
Luigi Boccherini (1743-1806)
Streichquartett B-Dur, op. 2/2 (G160)
I Allegro non tanto
II Largo
III Fuga con spirito
Miya Zographos, Violine
Helena Chenhan Xi, Violine
Jann Zographos, Viola
Carlo Zographos, Violoncello
Jacques-Martin Hotteterre (1674–1763), berühmter Flötist und Komponist am französischen Hof, prägte den galanten Stil seiner Zeit. Seine Deuxième Suite de pièces à deux dessus, op. 6, entfaltet in Sätzen wie Duo, Allemande, Sarabande, Gigue und Contrafaseur elegante Melodien und kunstvolle Dialoge. Die Werke spiegeln die Raffinesse der französischen Barock-musik wider und zeigen Hotteterres Meisterschaft im Zusammenspiel zweier gleichberechtigter Stimmen.
Ludwig van Beethoven (1770–1827) schuf mit Thema und drei Variationen über «Laci, darem, la mano» eine brillante Bearbeitung der berühmten Arie aus Mozarts Don Giovanni. Mit seinem charakteristischen Erfindungsreichtum verwandelt Beethoven das schlichte Thema in kunstvolle Variationen voller Virtuosität und Ausdruckskraft. Das Werk zeugt von seiner tiefen Bewunderung für Mozart und seiner Fähigkeit, bekannte Melodien in ein neues, persönliches Klanggewand zu kleiden.
Joseph-François Garnier (1755–1825), Oboist und Komponist der Klassik, schrieb mit seinem Duo Concertante Nr. 4 in C-Dur ein virtuoses Kammermusikwerk. Die Sätze Allegro und Rondo zeigen sein Gespür für kantable Melodien und lebendige Dialoge zwischen den Stimmen. Das Stück verbindet Eleganz und Spielfreude und spiegelt den galanten Stil der Zeit wider, geprägt von Leichtigkeit und brillanter Technik.
Johann Sebastian Bach (1685–1750) komponierte mit der Cellosuite Nr. 1 in G-Dur eines der bekanntesten Werke für Solo-Cello. Die Sätze Prélude, Sarabande und Courante zeigen Bachs meisterhafte Verbindung von Struktur und Ausdruck: Das fliessende Prélude entfaltet sich in einem improvisatorischen Gestus, die feierliche Sarabande besticht durch ihre schlichte Eleganz, und die lebhafte Courante beeindruckt mit tänzerischer Leichtigkeit und virtuoser Bewegung. Beim heutigen Konzert wird die Prélude in einer Adaption für Viola gespielt.
Béla Bartók (1881-1945) vereinte in seinen 44 Duos für zwei Violinen Volksmusik tradition und moderne Klangsprache. Die Nr. 35 (Ruthenische Kolomeika) fängt mit rhythmischer Energie und tänzerischem Schwung die Lebendigkeit ruthenischer Volkstänze ein. Die Nr. 42 (Arabischer Gesang) entfaltet mit melismatischen Linien und modalen Wendungen eine geheimnisvolle, meditative Atmosphäre. Bartók verarbeitet hier authentische Volks- melodien und bringt deren charakteristische Ausdruckskraft in virtuosem Zusammenspiel zur Geltung.
Luigi Boccherini (1743–1805) verbindet in seinem Streichquartett in B-Dur, Op. 2 Nr. 2 Eleganz und kontrapunktische Kunst. Das lebhafte Allegro non tanto besticht durch melodische Anmut und feine Dialoge. Im Largo entfaltet sich eine lyrische, fast gesangliche Ruhe. Die abschliessende Fuga con spirito zeugt von Boccherinis meisterhafter Kontrapunktik und sprühender Spielfreude, die an die barocke Tradition anknüpft, zugleich aber den eleganten Stil der Frühklassik verkörpert.